Wie funktioniert ein Luftentfeuchter?

Erfahren Sie, auf welchen beiden gängigsten Verfahren zur Luftentfeuchtung unsere Luftentfeuchter basieren.

Vorwort zur Luftfeuchtigkeit

Die Feuchtigkeit in der Luft ist allgegenwärtig und für uns überlebenswichtig.

Um die Luftfeuchte quantifizieren zu können, werden die Begriffe absolute Feuchte und relative Feuchte genutzt.

Die absolute Feuchte gibt an, wie hoch der Massenanteil des Wasserdampfes an der Luft ist und wird üblich in Gramm Wasser pro Kilogramm trockene Luft (g/kg) bzw. etwas seltener in Gramm Wasser pro Kubikmeter feuchte Luft (g/m3) angegeben.

Da sich die Luftdichte der feuchten Luft während der Trocknung durch den Wasserentzug ändert, die trockene Luftmasse der behandelten Luft jedoch nicht, hat sich in Europa mit seinem SI-Einheitensystem die Einheit g/kg für die absolute Feuchte durchgesetzt.

Eine weitere Größe, die den Wasserdampfanteil der Luft absolut beschreibt, ist die sogenannte Taupunkt-Temperatur. Diese wird wie alle Temperaturen in Grad Celsius (°C) angegeben. Der Taupunkt besagt, bei welcher Temperatur der Wasserdampfanteil der Luft anfängt, sich als Kondensat auszubilden. 

Die relative Feuchte beschreibt das Verhältnis der aktuellen absoluten Feuchte zur maximal möglichen absoluten Feuchte und wird prozentual angegeben (%). Da die Wasserdampf-Aufnahmefähigkeit der Luft temperaturabhängig ist - warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte - lässt sich die relative Feuchte durch Kühlen oder Aufheizen beeinflussen. Beim Aufheizen von Luft mit konstanter absoluter Feuchte fällt die relative Feuchte (Beispiel der trockenen Heizungsluft im Winter). Wird Luft dagegen gekühlt, so steigt die relative Feuchte bis zum Wert 100% an. Weiteres Kühlen erzwingt dann die Kondensatbildung und flüssiges Wasser würde als Kondensat ausfallen. Man spricht dann von einer Taupunktunterschreitung.

Adsorptionstrockung und Kondensationsentfeuchtung

So lebenswichtig die Luftfeuchtigkeit auch für uns ist - in vielen Fällen bedarf es einer Herabsetzung der Feuchte, um Produktionsprozesse, Produktqualitäten und Werterhaltung gewährleisten und optimieren zu können.

Abhängig von den Rahmenbedingungen und der geforderten Restfeuchte kommen in der Regel zwei Verfahren zur Luftentfeuchtung besonders häufig vor:

Adsorptionstrocknung, Sorptionstrocknung
  • bei geringer Restfeuchte
  • bei geringen Temperaturen
Adsorptionstrocknung, Sorptionstrocknung
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Kondensationstrocknung, Kältetrockner
  • zur Entfeuchtung im Behaglichkeitsbereich
  • hohe Entfeuchtungs-leistungen im oberen Feuchtebereich
Kondensationstrocknung, Kältetrockner
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